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Eine-Welt-Gruppe St. Elisabeth

 

Seit 1998 hat die Kirchengemeinde St. Elisabeth die „Eine-Welt-Gruppe". Unsere Gruppe hat sich aus gemeinsamem Interesse an mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel zusammengefunden.

Fairer Handel ist eine Strategie zur Linderung der von Armut und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, durch den Verkauf fair gehandelter Waren wirtschaftlich benachteiligte Produzenten in den Entwicklungsländern zu unterstützen. Gleichzeitig können wir auf die jeweilige Situation in diesen Ländern aufmerksam machen. Darüber hinaus spenden wir den Erlös des Verkaufs an verschiedene Projekte. Hierbei ist es uns wichtig, einen persönlichen Kontakt zu der Organisation zu haben, die von uns Geld bekommt.

Wir verkaufen in der Regel am ersten Sonntag des Monats nach den Gottesdiensten. Im Sommer mit einem einmaligen Saftausschank vor der Kirche. Außerdem organisieren wir in der Fastenzeit ein Fastenessen im Gemeindesaal und sind mit einem Stand auf dem Martinsmarkt vertreten – zu Gunsten unserer Projekte.

Bisher haben wir folgende Projekte unterstützt:

Preda auf den Philippinen

Preda wurde 1974 von Father Shay Cullen, einem Priester des irischen St. Columban Ordens und einem philippinischen Ehepaar in Olongapo im Norden der Philippinen gegründet. Sie wollen die Schwachen und Schutzlosen, besonders Kinder und Frauen, schützen. Diese werden durch erniedrigende Arbeit, im Speziellen durch Prostitution, ausgebeutet. Preda sorgt in ihren Zentren für die Rettung, Behandlung und Rehabilitation sexuell und physisch missbrauchter Kinder. Außerdem betreuen sie Jugendliche, die aus Gefängnissen befreit werden konnten, in denen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten wurden.

Durch den „fairen Handel" will Preda die Armut und Ausbeutung lindern. Es hilft Tausenden von Menschen, mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Produkte ihre Familien zu ernähren und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Zu den Preda-Produkten gehören die vielgeliebten getrockneten Mangos, Mango-Kokos-Bällchen, der Mango-Monkey Sirup und vieles mehr.

Freundeskreis Hermann Benz - Solidaritätsfonds Taung e.V.

Pfr. Hermann Benz dürfte den meisten von Ihnen bekannt sein. Er hat viele Jahre in der Missionsstation St. Paul's in Taung in Südafrika gelebt und gearbeitet. Nach seiner Pensionierung kehrte er im Frühjahr 2000 nach Stuttgart zurück und lebt jetzt in Botnang, wo er in der Gemeinde St. Clemens mitwirkt. Er steht nach wie vor in engem Kontakt mit Taung und seinen Menschen und begleitet die von ihm initiierten Projekte.

Der „Freundeskreis Hermann Benz Solidaritätsfonds Taung e.V." wurde 1988 gegründet, um die Arbeit von Pfarrer Benz zu unterstützen. In den ersten Jahren förderte der Freundeskreis u.a. den Bau von einfachen Häusern für Obdachlose (nach der Flutkatastrophe vom Februar 1988) und den Bau von Kindergärten. Er richtete mehrere Näh- und Strickschulen in zentral gelegenen Dörfern im Distrikt von Taung ein und baute die Schreinerei und die Schulen der Missionsstation aus. Er führte Solarkocher ein, die vor Ort gebaut werden und subventionierte deren Verkauf, wie auch den Verkauf von Näh- und Strickmaschinen an die in den Schulen ausgebildeten Frauen.

Seitdem Pfarrer Benz wieder in Deutschland ist, konzentriert der Freundeskreis seine Hilfe auf die Ausbildung von Schülern und Studenten durch die Vergabe von Schulgeldbeihilfen und Stipendien.

Gefördert wird ebenfalls die Sozialarbeit, besonders die Aidsfürsorge. Im Hospital „St. Vincent de Paul" werden Aidsinfizierte und ihre betroffenen Angehörigen mit Medikamenten und Pflege versorgt – was eine deutliche Verbesserung ihrer Lage bedeutet.

Asilo de San Vincente de Paul in Manila, Philippinen

Der Kontakt zu dem „Asilo" kam über ein Gemeindemitglied im Auslandssemester auf den Philippinen zu Stande. Asilo bedeutet Zuflucht. Die Schwesternschaft unterhält hier mit 50 Angestellten und Freiwilligen eine zentrale Einrichtung. Es existieren im Moment 4 Programme:

-    für Waisen und verlassene oder vernachlässigte Kinder von 3-9 Jahren - sie bekommen vorübergehenden Schutz und werden auf die Rückkehr in Familie und Gesellschaft vorbereitet.

-    Die Kinder von 10-14 Jahren können Langzeitunterstützung erhalten durch beständige Bildung, Wertevermittlung, Gesundheitsvorsorge und ein außerschulisches Lernprogramm.

-    Die 15-20 jährigen Jugendlichen lernen hier, selbständig zu leben. Sie erhalten Rahmenbedingungen, um den staatlichen Collegeabschluß zu machen.

-    Es gibt Gesundheitsprogramme für Familien aus den umliegenden Vierteln sowie eine Hilfestellung für Migranten und Flüchtlinge, z.B. temporäre Unterbringung, juristischen Beistand (z.B. bei misshandelten philippinischen Arbeitern aus dem Ausland).

Kariobangi Cheshire Home in Nairobi in Kenia

Das Heim liegt am Stadtrand von Nairobi. Sein Schwerpunkt ist die Betreuung von mittellosen, gebrechlichen älteren Menschen.

Es bietet ein ständiges zu Hause für 35 älteren Männer und Frauen, sie erhalten dort alle notwendige Versorgung und Pflege. Außerdem gibt es eine Tageseinrichtung für weitere 300 lepröse, blinde und behinderte Menschen. Sie bekommen Gesundheitsversorgung und warme Mahlzeiten.

Wir wurden durch ein Mitglied der Gemeinde auf diese Organisation aufmerksam. Sie hat die Spende persönlich übergeben.

Erdbeben Haiti

Aus aktuellem Anlass spendeten wir über den „Malteser Hilfsdienst e.V." für die vom Erdbebeben betroffenen Menschen auf Haiti.

 

Wenn Sie mehr über unsere Arbeit wissen möchten oder sich sogar in unserer Gruppe mit engagieren wollen, so sprechen Sie uns bitte beim Verkauf an. Sie können sich auch gerne über das Email Kontaktformular der Homepage, Stichwort Eine-Welt-Gruppe, anmelden.