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Gemeinde - Demographie

Die demographischen Eigenheiten des Stadtteils und die religionsdemographischen Entwicklungen in Stuttgart bilden sich auch in der Struktur der Gemeinde ab: Die weitaus größte Altersgruppen der Gemeinde sind die 25 bis 40-Jährigen, von denen über 60% Singles sind. Die jährliche Fluktuation ist mit 15% unter den Katholiken ähnlich hoch wie unter den übrigen Einwohnern des Stadtteils. Nur die Hälfte der Einwohner bleibt länger als 15 Jahre im Stuttgarter Westen wohnen. Es ist dementsprechend wichtig, zwischen den "gesettelten" Gemeindemitgliedern, die dauerhaft hier leben und sich sehr mit "ihrem" Westen und "ihrer" Gemeinde identifizieren, und "passageren", "vorbeikommenden" Gemeindemitgliedern in den jüngeren Altersgruppen zu unterscheiden, die hier eine Zeitlang arbeiten und gut und gerne leben, aber früher oder später - wenn sie sich beruflich oder privat verändern - wieder aufbrechen. St. Elisabeth bescheren die hohe Fluktuation und Attraktivität für jüngere Leute einen außergewöhnlich niedrigen Altersdurchschnitt.

So besteht in der klugen Vermittlung von Beständigkeit und Flexibilität die besondere pastorale Herausforderung und Chance. St. Elisabeth muss in jeder Hinsicht (geistlich, sozial, menschlich, karitativ, liturgisch, intellektuell) zuverlässig und stabil "aufgestellt" und klar erkennbar sein. St. Elisabeth muss aber zugleich eine hohe Flexibilität und Anpassungsbereitschaft für die "Zeichen der Zeit" und für die geistlichen und menschlichen Bedürfnisse sehr heterogener Milieus, sozialer und Altersgruppen aufbringen. Was Elisabeth stark macht, ist dann eine offene und lebendige, durchaus auch selbstbewusste, jedenfalls aber positive und freundliche Identität. Wir machen nicht alles, und schon gar nicht alles mögliche, aber was wir machen, wollen wir gut machen.

Dies gilt für die persönliche Seelsorge und Begleitung von Menschen ebenso wie für die Liturgie und Verkündigung. Wer nach St. Elisabeth kommt, kann sich darauf verlassen, eine qualitätvolle Liturgie zu erleben, die den Gottesdienst tatsächlich zu dem macht, was er nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sein soll: Quelle und Höhepunkt des gemeindlichen und persönlichen Lebens. Dazu gehören ebenso gut gestaltete Kinder- und Familiengottesdienste, dazu gehören Choralschola, Kinderchor, Jugendchor, Kammerchor und Kirchenchor, dazu gehört die Pflege und Entfaltung der liturgischen Tradition der Kirche und eine womöglich ansprechende Predigt.